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Eine Portion Glück bitte!

Da ich gerade diesen neuen Blog gestartet habe, möchte ich natürlich jede Woche pünktlich am selben Tag, zur selben Zeit meinen Artikel abliefern.

Ich möchte Witziges, Nachdenkliches oder Interessantes liefern. Vielleicht auch Wichtiges, Poetisches oder Satirisches.

Das Ganze sollte von einem passenden Bild gekrönt sein – so wie ein Sahnehäubchen das bei einer Torte macht.

 

Aber wann immer ich mich zum Schreiben hinsetzen möchte, IS WAS.

Entweder diene ich einem der Kinder als Lektor für irgendeinen Text oder der Hund muss raus. Es kann auch gut sein, dass Handwerker, die sich sonst nie blicken lassen, just dann erscheinen, wenn ich meinen Laptop aufklappe. Egal zu welcher Tageszeit ich mich auch hinsetze möchte, um zu schreiben: ES IS WAS.

 

Doch jetzt habe ich die beste Schreibzeit wieder entdeckt.

Es ist die Zeit, in der meine Gedanken, Ideen und Worte Schlange stehen, um aufs Papier gebracht zu werden: Früh morgens, direkt nach dem Aufstehen, wenn es im Haus noch still ist. Wenn noch alles selig in Morpheus Armen liegt und träumt.

Das war schon immer so.

Aber irgendwie hatte ich es vergessen.

Gott sei Dank aber habe ich mich genauso irgendwie wieder daran erinnert. 

Das ist echtes Glück.

 

Ich stehe für diese Schreibzeit und für mein Glück gerne früher auf.

So früh, dass noch nicht mal der Hund raus will, mich stattdessen nur verwundert und verschlafen mit kleinen Äuglein anblinzelt und sich dann auf die Seite rollt, um weiter zu schlafen.

Wenn die Kaffeemaschine ihre ersten blubbernden Geräusche von sich gibt und ich in eine Decke eingerollt am Küchentisch sitze, erscheint schon das erste Schwarz auf dem weißen Bildschirm meines Laptops und füllt stetig die Seiten meines Schreibprogramms.

Das leise Tippen auf dem Laptop wird nur begleitet vom unermüdlichen Ticken der Küchenuhr- so als wolle auch sie ihren Beitrag zu meinem Schaffen leisten.

Ab und an rauscht der Kühlschrank, so als wolle er die Stille oder meine Gedanken kommentieren.

Etwas später, wenn der Kaffee, heiß und tiefschwarz, vor sich hindampft und meine Arbeit mit seinem köstlichen Duft und Geschmack bereichert, ist das Schreiben schon längst in einen stetigen Fluss übergegangen und lässt sich nicht mehr stoppen.

Erst wenn das erste Familienmitglied verschlafen einen Fuß in die Küche setzt, wird der Wortflut ein Ende gesetzt. Dann lande ich oft sehr überrascht und auch widerwillig im Hier und Jetzt und widme mich den kleinen Alltäglichkeiten des Familienlebens.

 

Manchmal komme ich dazu zwischendurch etwas zu schreiben.

Doch meistens warte ich lieber bis ich so viel Zeit habe, wieder etwas länger in meine Welt des Schreibens und der Worte abtauchen zu können. Dann werden die Texte runder und Gedichte erst möglich.

 

So komme ich nicht nur gut in und durch den Tag.

Das Schreiben erfüllt mich auch und beeinflusst mein Tagesgeschäft.

Es macht mich glücklich. 

Diese kleine, große Portion Glück und Zufriedenheit, die mir das Schreiben am Morgen bereitet, reicht meistens bis zur nächsten Schreibzeit ... EGAL, WAS AUCH IMMER IS.

 

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