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Zitronen? Warum das denn?

Mein neuer Blog soll ein Zuhause für all meine Schreibereien werden.

Es soll sich nicht nur um ein Thema drehen, sondern um all die Dinge, die mich beschäftigen.

 

Welchen Namen sollte dieses neue Zuhause erhalten?

Als ich begann darüber nach zu denken, landete ich zunächst bei „Grau-meliert“ – passend zu meinem Alter. Aber grau-meliert ist halt grau-meliert langweilig. "Denkbar", "Andersrum" oder "Denkcafé" sind abgelutschte Begriffe, die mir nicht in die Blogtüte kamen.

Ich wollte einen spritzigen, frischen Namen und landete bei den Zitronen, die ich nicht nur wegen ihrer Farbe oder ihres Duftes so liebe.

 

Die Zitrone ist eine Frucht, die wahrscheinlich aus dem Norden Indiens stammt und zum ersten Mal um das Jahr 1000 in China und im Mittelmeerraum vorkam.

Das saftige, saure Fruchtfleisch enthält bis zu 8 % Zitronensäure und viel Vitamin C.

Aus ihnen werden Saft, Zitronensäure, ätherisches Öl und Pektin gewonnen.

 

Unanständigerweise riechen die Blüten des Zitrusbaumes immer etwas faulig.

Wie können sie nur? Bei solch herrlichen duftenden Früchten?!

Aber nicht nur ich liebe Zitronen! Bereits im 16. Jahrhundert, also in der Renaissance, verfügten wohlhabende italienische Familien über spezielle Sammlungen von Zitruspflanzen, in denen einem Kuriositätenkabinett ähnlich auch ausgefallenere Sorten und Mutationen gepflegt wurden.

Als besonders herausragend galt die Sammlung der Familie Medici.

Hier nutzte man die Zitronen, die die goldenen Äpfel der Hesperiden aus der antiken Herakles-Sage symbolisierten, um eine Verbindung zwischen der Medici-Familie und den heroischen Tugenden von Herakles zu unterstreichen.

 

Im Barock waren Zitruspflanzen vor allem wegen ihrer Symbolik als eben jener Äpfel der Hesperiden, als Zeichen der Unsterblichkeit (gleichzeitig Blühen und Frucht tragen) aber auch wegen ihres Duftes und Geschmacks beliebt.

 

Später  waren die gelben oder grünen Früchte die Stars im Kampf gegen Skorbut und ließen die Zahl der Erkrankungen drastisch schrumpfen.

 

Zitronen beeinflussten selbst die Mafia. Wusstet Ihr das?

Man nimmt an, dass die ersten Schutzgelderpressungen der sizilianischen Mafia mit Zitronenplantagen in Verbindung gebracht werden konnten.

Es war sehr teuer eine Zitronenplantage anzulegen. War sie einmal angelegt, dauerte es etwa acht Jahre, bis sie Früchte in gewinnbringender Anzahl lieferte. Die wohlhabenderen unter den Zitronenbauern boten ihren ärmeren Nachbarn an, ihre Plantagen zu bewachen. Sie sicherten gegen Zahlung von Geld den Zugang zu Wasser und sie machten es auch von Zahlungen abhängig, ob die Ernte rechtzeitig auf die Schiffe nach Nordamerika geladen wurde oder unbeachtet im Hafen liegen blieb.

 

Auch der herrliche Heinz Erhardt widmete ihnen ein Gedicht: 

Zitronen sind also eine Allzweckwaffe, nicht nur reich an Vitamin C. Mit ihnen wird auch gebacken, gekocht, geputzt, desinfiziert und sie besitzen auch noch viele Heilwirkungen. Zudem gelten sie als Fett- und Schlechtelaunekiller.  Beste Voraussetzungen also, um im Namen des Blog zu erscheinen.

 

Wenn schon die Medici und die Mafia Zitronen für ihre Zwecke nutzten, ganz zu schweigen von dem wunderbaren Heinz Erhardt, warum sollte ich es da nicht auch tun?

 

In diesem Sinne: Ich freue mich auf einen erfrischend lebendigen Austausch mit Euch.

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Kommentare: 4
  • #1

    Clara (Sonntag, 14 Oktober 2018 14:17)

    Schön, dass Du wieder zurück bist. Freue mich auf Deinen neuen Blog!

  • #2

    Klaudia (Montag, 15 Oktober 2018 06:50)

    Danke Dir Clara!
    Ich bin auch froh wieder schreiben zu können.
    Viel Spaß beim Stöbern auf meinen Seiten.

  • #3

    Jessi (Montag, 15 Oktober 2018 09:50)

    Liebe Klaudia,

    schön wieder etwas von dir zu lesen :-)

    Liebe Grüße
    Jessi

  • #4

    Klaudia (Montag, 15 Oktober 2018 10:08)

    Hi Jessi,
    Danke!
    Ich freu mich aufs Schreiben. :-)))
    Liebe Grüße zurück